Medizin-Mission

“But you will receive power when the Holy Spirit comes on you; and you will be my witnesses in Jerusalem, and in all Judea and Samaria, and to the ends of the earth.” Acts 1:8

Archive for February 3, 2009

PAULUS’ BIBELSCHULE IM SAAL DES TYRANNUS

PAULUS’ BIBELSCHULE IM SAAL DES TYRANNUS

Apostelgeschichte 19,1-22

Leitvers 19,9.10

„Als aber einige verstockt waren und nicht glaubten und vor der Menge übel redeten von der Lehre, trennte er sich von ihnen und sonderte auch die Jünger ab so dass alle, die in der Provinz Asien wohnten, das Wort des Herrn hörten, Juden und Griechen.“

I. Priskas Hausgemeinde und die zwölf Jünger in Ephesus (1-7)

II. Das intensive Bibelstudium in der Schule des Tyrannus mit einer Handvoll Jünger (8-10)

Sehen wir uns Vers 8 an: „Er ging aber in die Synagoge und predigte frei und offen drei Monate lang, lehrte und überzeugte sie von dem Reich Gottes.“ Paulus ging in die Synagoge und predigte dort drei Monate lang sehr eifrig. Er lehrte und überzeugte sie vom Reich Gottes. Nachdem er Gottes mächtiges Wirken in den zwölf Jüngern erfahren hatte, hoffte er wahrscheinlich, dass nun viele Menschen zum Glauben an Jesus kommen würden oder sollten. Doch was geschah? Trotz seiner vollmächtigen Botschaft geschah drei Monate lang gar nichts. Der Grund war, dass einige der Juden ihre Herzen verstockt hatten und viel Übles über die Lehre redeten. Durch einige, die immer wieder etwas Schlechtes über das Evangelium sagten, wurden viele Menschen irritiert und verführt und vom Glauben abgehalten. Doch Paulus ließ sich nicht entmutigen. Vielmehr fand er eine neue Orientierung und machte einen positiven Schritt.

Sehen wir uns Vers 9 an: „Als aber einige verstockt waren und nicht glaubten und vor der Menge übel redeten von der Lehre, trennte er sich von ihnen und sonderte auch die Jünger ab und redete täglich in der Schule des Tyrannus.“ Als Paulus erkannte, dass seine Predigt in der Synagogengemeinde wegen der Lernunwilligkeit einiger Juden keine Früchte tragen würde, trennte er sich von ihnen. Er beschäftigte sich nicht unnötig lange mit denen, die das Wort Gottes ablehnten, sondern konzentrierte sich auf die lernwilligen Jünger durch die Absonderung. Paulus zog in die Schule des Tyrannus um. Wahrscheinlich mietete er die Schule während der heißen Mittagszeit (von 11 bis 16 Uhr) und lehrte in dieser Zeit, in der Man normalerweise Pause machte, die abgesonderten Jünger durch das intensive Bibelstudium.

In Vers 9 bedeutete „reden“ nicht ein einseitiges Lehren, sondern vielmehr eine geistliche Auseinandersetzung mit den Gläubigen. Paulus half ihnen, über das Wort Gottes sehr intensiv nachzudenken und es persönlich anzunehmen, anstatt nur einfach etwas zu konsumieren. Normalerweise ermutigten wir die Studenten, einmal in der Woche ZBS zu führen, aber Paulus hatte täglich Gemeinschaft mit den Jünger und sprach mit ihnen über das Wort Gottes. Vielleicht gab es ein zweistündiges BS, dann eine Essensgemeinschaft, anschließend Stellungnahmeschreiben und –vortragen. Dies geschah zwei Jahre lang, jeden Tag, also 720 Tage ohne Unterbrechung, was 2880 Stunden bedeutet, wenn man täglich 4 Stunden BS gehabt hätte. 2880 Stunden würden 28 Jahre BS bedeuten, wenn man nur 2 Stunden pro Woche das BS gehabt hätte. Paulus führte ein intensives BS mit einer Handvoll Jüngern in 2 Jahren, was in der Regel 28 Jahre BS machen könnte.

Was war die Folge diese intensiven BS auf der täglichen Basis? Durch dieses intensive BS konnte Paulus wahrscheinlich zunächst selbst die Kraft des Evangeliums schmecken. Nach dem intensiven BS mit einer Handvoll Jünger war Paulus voll des Wortes Gottes, so dass er den Römerbrief, der als die Bibel unter den Bibeltexten bezeichnet wird, schreiben konnte, indem er die Lehre von Jesus systematisch zusammenfasste. Auch die Jünger begannen an die Kraft des Evangeliums zu glauben. Durch das intensive BS wurden sie mit der Kraft Gottes ausgerüstet und konnten den schlechten Einfluss der heidnischen Kultur in Ephesus überwinden. Die Früchte dieses intensiven BS waren großartig und das Wort des Herrn gewann an Kraft.

Lesen wir Vers 10 gemeinsam: „Und das geschah zwei Jahre lang, so dass alle, die in der Provinz Asien wohnten, das Wort des Herrn hörten, Juden und Griechen.“ Vers 10 sagt, dass alle Menschen, die in de Provinz Asien wohnten, das Wort des Herrn hörten. Obwohl Paulus immer am gleichen Ort blieb und nur mit einigen wenigen Jüngern das Wort Gottes intensiv studierten, breitete sich das Wort in die ganzen Provinz Asien aus. In der Offenbarung lesen wir von 7 Gemeinden in der Provinz Asien, von denen nur Ephesus von Paulus pioniert wurde. Alle anderen, wie Smyrna, Pergamon, Thyatira, Sardes, Philadelphia und Laodizea wurden durch seine Jünger aus Ephesus pioniert.

Zwei Jahre lang machte Paulus täglich BS in der Schule des Tyrannus. Die Folgen waren überwältigend. Gott gebrauchte die BS des Paulus in Ephesus, um die ganze Provinz Asien zu erreichen. Das mächtige Werk in Ephesus inspirierte schließlich viele Gemeinden auf der ganzen Welt. Durch diese eine lebendige Bibelgemeinschaft des Paulus mit einigen wenigen Gläubigen wurde Ephesus als geistliches HQ für Gottes Weltmissionwerk kostbar gebraucht.

Dies lehrt uns, dass das Wort Gottes Macht hat. Der Verfasser Lukas fasste das Werk Gottes in Vers 20 zusammen: „So breitete sich das Wort aus durch die Kraft des Herrn und wurde mächtig.“ Gottes Wort hat die Macht des Herrn, einen Menschen, eine Stadt und sogar ein ganzes Land zu verändern. Gott hat das Werk von UBF bis heute so kostbar gebraucht, weil wir uns von Anfang an mit dem intensiven BS beschäftigt haben und uns hingebungsvoll widmeten, Jünger Jesu aufzustellen. Als wir Gottes Wort von ganzem Herzen studierten und Jesu Weltmissionsbefehl gehorchten, konnte UBF zu einer einflussreichen weltweiten Gemeinde wachsen. Gott möge auch unsere tägliche Besuchstunde an der Uni und unser ZBSW auf täglicher Basis überreichlich segnen und durch uns 360 geistliche Leiter für alle Hochschulen in Deutschland aufstellen, 1.700 Unis in Europa erreichen und unser Land Deutschland als ein Königreich von Priestern für sein Weltheilswerk kostbar verwenden.

III. Paulus Vision für die Mission Roms (11-22)

Sehen wir uns Vers 21 an: „Als das geschehen war, nahm sich Paulus im Geist vor, durch Mazedonien und Achaja zu ziehen und nach Jerusalem zu reisen, und sprach: Wenn ich dort gewesen bin, muss ich aus Rom sehen.“ Durch das mächtige Wirken in Ephesus bekam Paulus auch eine Vision, die über Jerusalem hinausging. Er bekam die Vision, nach Rom zu gehen. Was er in Ephesus getan hatte, wollte er auch in Rom tun, dem damaligen Zentrum der Welt. Das Rom von Kaiser Nero sah wie eine uneinnehmbare Festung des Satans aus, aber Paulus bekam Siegeszuversicht, wie die Stadt des Götzendienstes, Ephesus, mit ihrem weltberühmten Dianatempel, durch das intensive BS besiegt wurde, auch die Stadt Rom mit dem Evangelium durch das intensive BS zu erobern. Schließlich kam Paulus gemäß seiner Vision nach Rom. Er war nur ein Gefangener, aber sein intensives BS in einer Mietwohnung eroberte Rom, und die Siegesgeschichte seines Glaubens blieb nicht nur in Rom, sondern fließt in Europa und in der ganzen Welt bis auf den heutigen Tag weiter.

Ich danke Gott, dass er mich durch das BS von Apostel Paulus in Tyrannus groß ermutigt hat, intensives BS mit den Htr. zu führen und einige Menschen als Jünger Jesu zu erziehen. Gottes Werk in Europa zu dienen scheint unmöglich zu sein, weil die Menschen von dem Humanismus und von dem Relativismus fest gefangen sind. Doch Gottes Werk in Ephesus zeigt uns, dass auch dieses Werk in der heutigen Zeit möglich ist, nämlich durch das intensive BS in der täglichen Basis. Obwohl die meisten Htr. am Campus kein Interesse am Wort Gottes zu haben scheinen, gibt es einige Studenten, die doch geistlichen Wunsch haben. Entscheidende Frage ist nicht, ob die Htr. am Campus geistlichen Wunsch haben, sondern ob wir bereit sind, wie Apostel Paulus mit der völligen Hingabe und mit der festen Überzeugung dem ZBSW dienen. Die jungen Menschen in dieser Generation brauchen Gottes Wort und alle Menschen haben grundsätzlich den geistlichen Wunsch, weil sie nach dem Bild Gottes geschaffen sind. Wir dürfen nicht wegen der Reaktion der Htr. hilflos bleiben, sondern wir sollen vielmehr unser BS intensiv führen und mit der klaren Entscheidung und mit der geistlichen Vollmacht dem Werk Gottes dienen. Dann werden sicher viele Htr. kommen und Gottes Wort hören. Ich tue Buße über meine geistliche Unentschlossenheit und über meine geistliche Faulheit, dass ich trotz der großen Gnade Gottes nicht entschlossen dem Werk Gottes diente und das BS vernachlässigte. In dieser Zeit darf ich gemäß seinem Wort klare Entscheidung treffen, Gottes Wort intensiv zu studieren und treu meine 5B2F für das ELW und für das ZBSW zu Jesus zu bringen. Ich danke Gott, dass er mir erlaubt in dieser Zeit Tägliches-Brot mit der absoluten Haltung zu betrachten und den frühmorgendlichen Gebetsaltar treu aufzubauen. Ich danke Gott, dass er mir auch hilft, nach der Arbeit treu am Campus dem ELW zu dienen und einige Htr. für das ZBS zu gewinnen. Mit meiner eigenen Kraft kann ich nicht viel tun. Doch ich möchte von Apostel Paulus seine Entschlossenheit und seinen Eifer für das Evangeliumswerk Gottes und für die Weltmission lernen und mein Leben auch konsequent für das JEW am Campus hingeben. Ich danke Gott, dass er mir sein Wort aus Mk 6,37 als mein Jahresleitwort geschenkt hat und mir hilft, stets diesem Befehl Jesu zu gehorchen und meine 5B2F fleißig zu suchen und zu Jesus zu bringen. Gott möge mir helfen, Jesu brennendes Hirtenherz und sein Verantwortungsbewusstsein für die Schafherde zu lernen, mit diesem Herzen täglich mit den Htr. ZBS zu führen und 12 Htr. zu weiden. Gott möge uns helfen, durch das intensive BS unser Werk bis zum Jahr 2010 zu verdoppeln und alle 1700 Unis in Europa bis zum Jahr 2020 zu pionieren. Gott möge unser Gebet für die Europa- und Weltmission reichlich segnen und uns helfen, 100.000 Missionare weltweit bis 2041 besonders nach China, Nord-Korea und moslemische Länder auszusenden. Gott möge unsere Vorbereitung auf die ESBK in diesem Jahr reichlich segnen und diese Konferenz als einen Meilenstein für die Europa- und Weltmission kostbar gebrauchen.

Ein Wort: Diene dem JEW durch das intensive BS konsequent!

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